Glückshormone & Co. – GABA spielt bei Depression eine wichtige Rolle

GABA – Angstlösender Neurotransmitter mit entspannender Wirkung

Wenn Angst und Anspannung überhand nehmen, kann der Neurotransmitter GABA eine beruhigende Wirkung für den Körper bringen. GABA gilt als natürliches Anti-Stress-Mittel, das nicht nur für die Psyche, sondern auch für den Stoffwechsel im Rahmen von Körperfettverringerung und Muskelwachstum wichtig ist. GABA, auch als Gamma-Aminobuttersäure bekannt, verringert die Reizübertragung und sorgt somit für die Basis von Ruhe und Erholung. Die Konzentration des Glückshormons hat daher auch Auswirkungen auf Entstehung und Ausprägung einer Depression.

Gegen Überreizung und Überforderung wichtig

GABA zählt zu den nicht-proteinogenen Aminosäuren. Das bedeutet, dass diese Aminosäuren nicht in der DNA aktiv, bzw. für die Proteinbiosynthese im Körper verwendet werden. Stattdessen handelt es sich um Abbauprodukte proteinogener Aminosäuren, die der Körper weiter verwendet. Im Fall von GABA handelt es sich um ein Abbauprodukt vom anregend wirkenden Glutamat, für welches GABA als beruhigender Gegenspieler gilt. GABA wird aus Glutamat in der Bauchspeicheldrüse und im Gehirn produziert. Diese zwei Produktionsstätten sind nötig, da der Neurotransmitter im Körper und im Gehirn benötigt wird, jedoch die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann.

Im Gehirn gilt GABA als der häufigste Neurotransmitter. Im Körper hat die Aminosäure zudem eine wichtige Aufgabenstellung für den Stoffwechsel. Entgegen der weitläufigen Meinung erfolgen die Fettverbrennung und der Muskelaufbau, beispielsweise bei Sport, nicht unmittelbar während der Tätigkeit, sondern eher in den anschließenden Ruhephasen. Besitzt der Körper nicht genügend GABA, kann die entspannende und ausgleichende Erholung nicht ausreichend vollzogen werden, wodurch der Stoffwechsel nur eingeschränkt stattfindet.

Wirkung von GABA auf die Psyche

Bei einem Mangel an GABA können diverse Symptome auftreten, die vor allem mit innerer Unruhe und hohem Stressempfinden und auch Angst einhergehen. Hierzu zählen Ein- und Durchschlafprobleme, ein erhöhter Blutdruck sowie Muskelverspannungen und Muskelkrämpfe, die sich je nach Körperregion auch mit weiteren Beschwerdebildern wie Magen-Darm-Problemen und einem erhöhten Schmerzempfinden in Verbindung bringen lassen. Nicht selten führt ein gestörter Haushalt mit dem Glückshormon auch zu einer Depression.

Menschen mit Depressionen, Burnout und anderen psychischen Erkrankungen leiden häufig unter Reizüberflutung, Einschlafproblemen und Grübelphasen. In solchen Fällen ist häufig auch der Haushalt von GABA gestört und der Neurotransmitter nur in unzureichender Menge verfügbar. Bei ausreichenden Mengen wirkt die Gamma-Aminobuttersäure diesen Aspekten entgegen. Es hemmt die Aktivität der Synapsen im Gehirn, wodurch weniger Stresssignale weitergegeben werden. Durch die Einschränkung der Synapsenaktivität wird das Gehirn beruhigt und eine Phase der Entspannung kann eingeläutet werden. Ruhephasen und Schlaf sind somit effizienter, um neue Energie zu sammeln. Ist der GABA-Haushalt gut gefüllt, wirkt der Neurotransmitter durch die wohltuende Entspannung auch lösend auf Angstzustände, die auf stetigem Grübeln und einem überschießenden Gedankenkarussell aufbauen.

1 Kommentar

  1. Ich frage mich, wie GABA als Nahrungsergänzung (z.B. für besseren Schlaf) überhaupt wirken kann, wenn die Blut-Hirn Schranke nicht überwunden werden kann.

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