Corona-Lockdown und wir… Gedanken und Tipps vom Chefarzt unserer Privatklinik für Depressionen und Burnout

Corona hält uns weiterhin im Griff; die Pandemie begleitet uns und zwingt uns ein zweites Mal in einen umfassenden „Lockdown“, dies gerade zu Weihnachten und zum Jahreswechsel, den traditionell sozialsten Festtagen im Verlauf des Jahres. Dies beschäftigt selbstverständlich auch das Team der Schlossparkklinik – der Privatklinik mit Schwerpunkt unter anderem auf Depressionen und Burnout.

In diesem Jahr fand der große Kongress der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in den letzten Tagen des Novembers online statt. Nicht wie sonst trafen sich 15.000 Psychiater, Psychotherapeuten und Neurologen in Berlin, sondern saßen aufmerksam vor ihren Bildschirmen zu Hause: einerseits natürlich ungefährdet, aber auch ein wenig traurig, da die Möglichkeiten zum kollegialen Austausch und zur Vernetzung und somit auch soziale sowie kulturelle Möglichkeiten fehlten. 

Selbstverständlich wurde auch über die psychischen und sozialen Auswirkungen von Corona geforscht und Ergebnisse dargestellt: auf uns als Menschen, auf uns als Gemeinschaft, und nicht zuletzt auf Menschen, die an einer Depression oder Burnout leiden.

Die Ergebnisse waren nicht unerwartet und trotz alledem besorgniserregend:

  • Corona erhöht die Gefahr, an einer seelischen Störung zu erkranken, etwa einer Depression
  • Corona wird die Zahl der Hilfesuchenden ambulant und auch von stationären Aufnahmen mit gewisser Latenz erhöhen
  • Corona erhöht die Gewaltbereitschaft in sozialen Gruppen, auch der Familie: über ein erhöhtes Potential von sowohl verbaler als auch tätlicher Gewalt wird berichtet
  • Corona erhöht das Risiko von erweitertem Suchtstoffgebrauch

Was kann uns helfen:

  • Lassen Sie die Schwelle des Hilfsersuchens niedriger werden; die meisten Praxen und Kliniken arbeiten wie zuvor, mit mehr Anstrengung, aber auch mit mehr Erkenntnis und Möglichkeiten
  • Seien Sie selbstachtsam: was passiert mit mir, tut mir etwas gut oder nicht, wie kann ich eine negative Situation verändern, was sind meine Ressourcen?
  • Gehen Sie mit offenen Augen in die Natur, versuchen Sie die Natur als verlässlichen Partner wahrzunehmen: die Luft, die Fauna und Flora. Nehmen Sie sich Zeit, Entdeckungen zu machen
  • Werden Sie sich ganz neu der guten und haltenden Dinge bewusst: meine Beziehung, meine Kinder, mein Haustier, mein Buch, mein Instrument, mein Hobby, …
  • Versuchen Sie bewusst, genießerische Dinge zu „zelebrieren“

Wenn Sie Hilfe benötigen: wir sind für Sie da! Ob bei einer Depression, einem Burnout, oder anderen psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen – wenden Sie sich an das Team der Schlossparkklinik Dirmstein.

1 Kommentar

  1. Tolle Erklärung, nehme Tipps gerne wahr,obwohl ich viele davon kenne. War lange Gast in ihrem Haus. In 2018. Liebe Grüsse an alle, die mich noch kennen, und natürlich an das ganze Team, ihr leistet tolle Arbeit!!
    LG von Axel Leydecker

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