Die Mindmap ist ein Hilfsmittel, das in Coachinggesprächen eine gute Basis für die Arbeit bietet: Der Klient stellt sich dabei in seiner Lebensbetrachtung selbst in den Mittelpunkt und stellt Prioritäten und Ziele grafisch in ein passendes Verhältnis. Hierdurch werden neue Blickwinkel und Lösungswege aus der alten, unerwünschten Situation heraus, hinein in ein zufriedeneres, glücklicheres Leben deutlich.

Das Ziel fokussieren – nicht nur bei psychischen Erkrankungen

Die Mindmap eröffnet dem Betrachter neue Wege zu einem Ziel, ohne weitere wichtige Prioritäten für das gute Leben aus den Augen zu verlieren. Begonnen wird in der Regel mit einer Ideensammlung, die mit Schlagworten definiert, jedoch zunächst frei von Prioritäten gelistet werden. Hilfreich ist dabei, wenn für jedes Schlagwort ein eigener Zettel, ein Button oder eine vergleichbare Abgrenzung verwendet wird. Diese sollte auf die Mindmap nicht sogleich festgeklebt werden, sondern während der Arbeit mit der Mindmap noch frei beweglich bleiben, um durch ein Verschieben und Neuplatzieren für Veränderungen in der Planung offenzubleiben.

Anschließend wird der Mindmap-Nutzer grafisch (z.B. mit einem Namensschild) in den Mittelpunkt der Arbeitsfläche gesetzt. Von ihm oder ihr ausgehend werden die Schlagworte miteinander in Verbindung gebracht, je nach Priorität näher oder weiter vom zentralen Mittelpunkt aus entfernt platziert und durch grafische Darstellungsoptionen hervorgehoben und verbunden. Im Ergebnis entsteht ein Gesamtwerk, das die persönlichen Wünsche, Ziele und Vorstellungen des Nutzers visuell darlegt.


Und wie funktioniert die Mindmap nach der Erstellung?

Schon während der grafischen Gestaltung der Mindmap werden die Kreativität und die Zielplanung durch den Ersteller angeregt. Durch die kreative Arbeitsweise und die im besten Fall ständige Weiterbearbeitung der Mindmap lassen sich verschiedene Lösungswege ermitteln und neue Blickwinkel auf eine Situation eröffnen.

Die Visualisierung hilft unbewusst bei der Vertiefung der Ziele und der weiteren Planung auf dem Weg zu diesen Zielen hin. Vor allem das Sortieren vorhandener Gedankensplitter und Lösungsansätze lässt sich mit einer Mindmap deutlich erleichtern. Zudem lassen sich Teilziele in die Mindmap einbinden und somit den Fortschritt vom Startpunkt zum Ziel vereinfachen.


Arbeiten mit der Mindmap als „Seelenhygiene“ und Zielerfassung:

Durch das Aufschreiben von Gedankengängen und Ideen können scheinbar unlösbare Situationen und Vorgehensweisen sortiert und mit mehr Klarheit verändert werden. Verwenden Sie die Mindmap daher nicht nur, um Ihre Gedankengänge oder Ihre Zukunftswünsche in depressiven Phasen zu sortieren, sondern auch um Projekte im privaten wie beruflichen Bereich zu vereinfachen. Besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten einer Mindmap für Ihre Zukunftsgestaltung.