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Therapie - ein Weg mit unbekanntem Ziel
Die richtige Therapie für die eigene Erkrankung finden

Eine gute Therapie kann zum Schlüssel für die Genesung werden. Doch welcher Therapeut ist der Richtige? Und welche Möglichkeiten bieten sich dem Patienten, wenn die Therapie erst mit Verzögerung starten kann? 

Die richtige Therapie für die eigene Erkrankung finden
In der großen Vielfalt der Therapien ist es für den Laien schwer, die optimale Lösung zu finden. Ein Psychologe, ein Psychiater und ein Psychotherapeut sind dabei in der Lage, Ihnen Hilfestellung zu leisten. Das Erstgespräch erfolgt daher mit einer ausführlichen Anamnese, einem intensiven Gespräch und einer Abklärung der Gesamtsituation bis hin zur konkreten Diagnose. Erst, wenn die Diagnose gestellt wurde, kann die Wahl der Therapieform getroffen werden. 

Die erste Unterscheidung zwischen den geeigneten Therapieformen liegt in der Wahl zwischen tiefenpsychologischer Therapie und Verhaltenstherapie. Hinzu kann eine medikamentöse Therapie kommen, welche je nach individueller Situation den Hormonhaushalt stützen kann und muss. 

Therapeutensuche - Das Problem mit den Wartelisten
Durch die hohe Zahl an psychischen Erkrankungen gibt es einen ebenso hohen Bedarf an Therapieplätzen. Die Wartezeiten guter Therapeuten können entsprechend mehrere Monate betragen. Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten in Ihrer Nähe erhalten Sie daher oft von Ihrer Krankenkasse, die entsprechende Listen für Therapeuten mit freien Therapieplätzen führen. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie dennoch Wartezeiten haben, sondern nutzen Sie die Zeit, um bereits selbst aktiv zu werden. 

Informieren Sie sich über Ihre Erkrankung und nutzen Sie beispielsweise die vielerorts angebotenen Selbsthilfegruppen, um in einen ersten Austausch mit anderen Betroffenen zu gehen. Bemühen Sie sich um die Beibehaltung des Alltags und bitten Sie Ihre Angehörigen um entsprechende Unterstützung für die Selbstfürsorge: Gehen Sie spazieren, nehmen Sie sich Zeit für schöne Dinge und beginnen Sie beispielsweise ein Tagebuch. Die Notizen eines Tagebuches helfen Ihnen gegebenenfalls nicht nur bei Ihren ersten Therapiesitzungen, die vorliegende Situation und die Empfindungen und Gedanken im Rahmen der Erkrankung zu erläutern.

Haben Sie hingegen das Gefühl, die Situation nicht mehr alleine bewältigen zu können, suchen Sie das Gespräch. Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann bei der Telefonseelsorge unter der Nummer 0800 1110111 oder 0800 1110222 ein versierter Gesprächspartner gefunden werden. Auch können Sie die Angebote einer psychiatrischen Ambulanz in Ihrer Nähe. Dort erhalten Sie zeitnahe Hilfestellung, alternativ kann ein stationärer oder teilstationärer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik helfen, um die Akutsituation zu lösen und erste Schritte im Rahmen einer Therapie anzuschieben. Diese können später in der ambulanten Therapie fortgeführt werden. 

Schritt für Schritt in Richtung Genesung finden
Erwarten Sie keine Wunder von sich selbst, wenn Sie mit der Therapie gestartet sind. Es wird Sitzungen geben, aus denen Sie besonders kraftvoll hervorgehen, während andere Ihnen das Gefühl vermitteln, große Rückschritte zu machen. Beide Elemente sind wichtig, um die Ursache der Erkrankung zu bewältigen und neue Wege einzuschlagen. Es kann sein, dass sich die Therapieform im Rahmen Ihrer Entwicklung verändert. Bleiben Sie offen für die Tipps Ihres Therapeuten. Seien Sie geduldig mit sich selbst. Therapie ist kein Wettrennen, sondern eine harte Arbeit an sich selbst, die Sie in Ihrer Entwicklung ebenso wie in Ihrer Genesung stärkt.

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