Ihre ersten Tage
Die ersten Tage dienen dem Ankommen, der Sicherheit und dem Verstehen. In der ärztlichen Aufnahme und den ersten therapeutischen Gesprächen geht es darum, Ihre aktuelle Situation sorgfältig einzuordnen: Welche Beschwerden stehen im Vordergrund? Welche Belastungen wirken im Alltag? Welche Erfahrungen, Ressourcen und Ziele bringen Sie mit?
Am Aufnahmetag führen Sie ein ärztliches und ein therapeutisches Aufnahmegespräch. Danach wissen Sie, wer Sie begleitet: eine ärztliche und eine psychologische Bezugsperson, die den ganzen Aufenthalt über für Sie zuständig bleiben.
In den folgenden Tagen lernen Sie Haus, Tagesrhythmus und Therapieangebote kennen — und gleichzeitig beginnt die Arbeit: Woher kommen die Beschwerden, was hält sie aufrecht? Dabei werden psychische, psychosomatische und, wenn erforderlich, körperliche Aspekte berücksichtigt; ergänzende medizinische Abklärungen kommen bei Bedarf dazu.
Diagnostik bedeutet hier nicht nur Einordnung, sondern auch Orientierung: Sie sollen nachvollziehen können, welche nächsten Schritte empfohlen werden und warum. Aus diesem Gesamtbild entsteht Ihr individueller Behandlungsplan.
Am Ende der Orientierungsphase steht ein Satz, den Sie selbst formuliert haben. Nicht „mir soll es besser gehen“, sondern etwas Überprüfbares: wieder durchschlafen. Den Vormittag ohne Anspannung überstehen. Das Gespräch führen, das Sie seit Monaten aufschieben. Daran messen Sie und Ihr Behandlungsteam den weiteren Verlauf.
Mit dem Behandlungsplan beginnt der Hauptteil Ihres Aufenthalts: die Therapiephase mit Einzel- und Gruppentherapie und einem festen Wochenplan.