Training sozialer Kompetenzen
Im Training sozialer Kompetenzen, kurz TSK, geht es um Situationen, die im Kontakt mit anderen belasten oder verunsichern. In der Gruppe können Sie solche Situationen gezielt vorbereiten und erproben.
Das Angebot ist in die psychotherapeutische Behandlung der Schlossparkklinik Dirmstein eingebunden. Ziel ist, eigene Reaktionen besser zu verstehen und passende Handlungsmöglichkeiten für den Alltag zu entwickeln.
Soziale Kompetenz bedeutet nicht, besonders selbstbewusst oder durchsetzungsstark aufzutreten. Gemeint ist die Fähigkeit, in einer Situation passend zu handeln und dabei eigene Bedürfnisse sowie die Perspektiven anderer zu berücksichtigen.
Was passend ist, hängt vom Kontext und von den persönlichen Zielen ab. Das strukturierte Training hilft, dafür unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Typische Themen können sein: Kontakt aufnehmen, Wünsche äußern, Grenzen setzen oder Nein sagen. Auch Kritik anzusprechen, Rückmeldungen anzunehmen oder Konflikte zu klären, kann eine Rolle spielen.
Die Auswahl orientiert sich an Ihren persönlichen Zielen und Ihrer aktuellen Situation.
Zu einem Training können kurze fachliche Einordnungen, konkrete Beispielsituationen und Rollenspiele gehören. Eine Situation wird vorbereitet, erprobt und anschließend gemeinsam betrachtet.
Rückmeldungen helfen, unterschiedliche Wirkungen einzuordnen. Danach kann ein realistischer nächster Schritt für den Alltag vorbereitet werden.
TSK kann sinnvoll sein, wenn soziale Situationen wiederholt belasten oder verunsichern. Das kann sich zum Beispiel in Rückzug, Vermeidung, starker Anpassung oder Schwierigkeiten beim Abgrenzen zeigen.
Ob das Gruppenangebot zu Ihrer aktuellen Situation und Belastbarkeit passt, wird im Rahmen der individuellen Therapieplanung abgestimmt. Eine Diagnose oder bestimmte Beschwerde führt nicht automatisch zur Teilnahme.
Ob das Training sozialer Kompetenzen Teil Ihres individuellen Behandlungsplans wird, bespricht das Behandlungsteam nach der Aufnahme mit Ihnen. Vorab informieren wir über den stationären Behandlungsrahmen und organisatorische Fragen zur Aufnahme.