Selbstsicherheitsgruppe

Sicher auftreten, ohne laut werden zu müssen

Selbstsicherheit bedeutet nicht, besonders laut, hart oder dominant aufzutreten. In der Selbstsicherheitsgruppe geht es darum, eigene Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen angemessen wahrzunehmen und in passenden Situationen klarer auszudrücken.

Die Gruppe ist ein psychotherapeutisch begleiteter Baustein innerhalb des Behandlungskonzepts der Schlossparkklinik Dirmstein. Die konkrete Auswahl wird im Rahmen Ihrer individuellen Therapieplanung abgestimmt und in die Einzelpsychotherapie eingebettet.

Fragen zur Selbstsicherheitsgruppe

Worum geht es in der Selbstsicherheitsgruppe?Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sie im Kontakt mit anderen Menschen klarer und zugleich angemessen auftreten können. Dazu gehören zum Beispiel Grenzen setzen, eigene Anliegen formulieren, auf Kritik reagieren oder zwischen Rückzug, Anpassung und Überforderung genauer unterscheiden. Selbstsicherheit wird dabei nicht als Durchsetzungsstärke um jeden Preis verstanden, sondern als Teil sozialer Kompetenz.
Wie kann in der Gruppe gearbeitet werden?Mögliche Übungen können zum Beispiel Rollenspiele, alltagsnahe Kommunikationssituationen oder therapeutisch begleitete Rückmeldungen sein. Solche Beispiele bedeuten nicht, dass jede Person dasselbe tun muss. Entscheidend ist, was zu Ihrer aktuellen Belastbarkeit, zu Ihren Therapiezielen und zum psychotherapeutischen Prozess passt.
Muss ich in der Gruppe persönliche oder intime Inhalte erzählen?Nein. Die Gruppe soll einen fachlich gehaltenen Rahmen bieten, in dem Sie mitdenken, beobachten, üben oder Rückmeldungen einordnen können. Persönliche Grenzen werden respektiert; auch Zuhören kann ein sinnvoller Teil des Prozesses sein. Sie müssen nicht mehr sagen, als im jeweiligen Moment passend ist.
Für welche Beschwerden kann das Thema Selbstsicherheit relevant sein?Unsicherheit im Kontakt mit anderen kann bei unterschiedlichen psychischen Belastungen eine Rolle spielen. Die Selbstsicherheitsgruppe ersetzt keine individuelle Psychotherapie. Sie ist ein ergänzender Gruppenbaustein, wenn sie fachlich zu Ihrer Situation passt. Eine klare diagnostische Einordnung erfolgt nicht über die Gruppe selbst, sondern im Rahmen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Diagnostik.

Selbstsicherheitsgruppe im stationären Rahmen

Die Selbstsicherheitsgruppe kann die stationäre Behandlung ergänzen. Ob und wie sie im individuellen Behandlungsplan eingesetzt wird, klärt das Behandlungsteam nach der Aufnahme. Vorab informieren wir über Aufenthalt, Aufnahmeweg und organisatorische Fragen.

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