Besser schlafen
„Besser schlafen“ ist ein Gruppenangebot der Schlossparkklinik Dirmstein. Es vermittelt Wissen über Schlaf und therapeutische Strategien, die auf eine Verbesserung des Schlafs zielen. Dabei geht es nicht darum, Schlaf zu erzwingen.
Das Gruppenangebot wird in Diagnostik, Psychotherapie und den individuellen Behandlungsplan eingebunden. Die fachlichen Informationen auf dieser Seite ordnen Schlafbeschwerden allgemein ein. Sie bedeuten nicht, dass alle genannten Methoden Teil des Gruppenangebots sind.
Eine schlechte Nacht ist noch keine Erkrankung. Eine fachliche Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Schlafprobleme über längere Zeit bestehen und Sie tagsüber beeinträchtigen. Dazu können Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, innere Anspannung oder das Gefühl gehören, kaum zur Ruhe zu kommen.
Von einer chronischen Insomnie sprechen Fachleute in der Regel, wenn die Beschwerden mindestens drei Monate und an mindestens drei Nächten pro Woche auftreten. Zudem bestehen sie trotz ausreichender Gelegenheit zum Schlafen und belasten den Tag. Kürzer bestehende Beschwerden können ebenfalls eine Abklärung erfordern.
Zu Beginn wird betrachtet, wie Ihr Schlaf aktuell aussieht und was ihn beeinflussen kann. Dazu gehören Schlafzeiten, Grübeln, Anspannung, Tagesstruktur, psychische Beschwerden, körperliche Faktoren sowie Medikamente oder Substanzen. Ein Schlaftagebuch kann helfen, Muster und Veränderungen sichtbar zu machen.
Bei Verdacht auf Schlafapnoe, Restless Legs, Narkolepsie oder andere körperliche beziehungsweise neurologische Ursachen kann eine externe schlafmedizinische oder neurologische Abklärung nötig sein.
Bei einer Insomnie wird die kognitive Verhaltenstherapie, kurz KVT-I, in der Regel als erste Behandlungsoption empfohlen. Zu ihren allgemeinen fachlichen Ansätzen können Informationen über Schlaf und hilfreiche Schlafgewohnheiten, Stimuluskontrolle, behutsam angepasste Bettzeiten, kognitive Techniken und Entspannungsverfahren gehören. Diese Aufzählung beschreibt die KVT-I allgemein und nicht den vollständigen Inhalt des Gruppenangebots „Besser schlafen“.
Bei der Anpassung der Bettzeiten wird die Zeit im Bett fachlich begleitet am tatsächlichen Schlaf ausgerichtet. Das ist keine Empfehlung, selbstständig Schlaf zu entziehen. Welche Bausteine im Einzelfall passen, wird therapeutisch eingeordnet.
Medikamentöse Optionen werden nicht pauschal empfohlen. Sie können im Einzelfall geprüft werden, wenn sie medizinisch sinnvoll erscheinen.
Eine solche Entscheidung liegt in ärztlicher Verantwortung. Dabei werden möglicher Nutzen, Risiken, Vorerkrankungen, andere Medikamente und die Behandlungsziele berücksichtigt. Medikamente sind nicht automatisch als alleinige Dauerlösung geeignet.
Das Gruppenangebot „Besser schlafen“ kann in die stationäre Behandlung eingebunden sein. Ob es im individuellen Behandlungsplan eingesetzt wird, klärt das Behandlungsteam nach der Aufnahme. Vorab informieren wir über Aufenthalt, Aufnahmeweg und organisatorische Fragen.