Lichttherapie

Gezielt eingesetzt, fachlich begleitet

Lichttherapie kann nach ärztlich-therapeutischer Einschätzung Teil eines umfassenden Behandlungskonzepts einer Depressionsbehandlung sein. Sie ist eine chronobiologische Methode: Helles Licht, häufig am Morgen eingesetzt, kann helfen, die körpereigenen täglichen Biorhythmen mit äußeren Aktivitäts- und Ruhe-Rhythmen zu synchronisieren.

Dieser Ansatz ist vor allem bei saisonal auftretenden depressiven Beschwerden bedeutsam, häufig als Winterdepression bezeichnet. Auch bei anderen Formen depressiver Beschwerden kann Lichttherapie im Einzelfall unterstützend infrage kommen. Entscheidend ist, ob sie zur aktuellen Situation, zu den Beschwerden und zu den persönlichen Behandlungszielen passt.

Wenn Lichttherapie in der Schlossparkklinik Dirmstein eingesetzt wird, ist sie kein eigenständiger Behandlungsweg. Sie wird nur erwogen, wenn sie sinnvoll in den individuellen Behandlungsplan eingebunden werden kann, etwa neben Psychotherapie, ärztlicher Diagnostik, medikamentöser Behandlung, Aktivierung, Entspannung oder Bewegung.

Fragen zur Lichttherapie

Was geschieht bei der Lichttherapie konkret?Lichttherapie nutzt helles, möglichst UV-arm beziehungsweise UV-gefiltertes Licht über eine geeignete Lichtquelle. Die Anwendung ist zeitlich begrenzt. Zeitpunkt, Dauer, Abstand zur Lichtquelle und Verträglichkeit werden individuell geplant. Häufig wird Lichttherapie am Morgen eingeordnet, weil der Zeitpunkt für den Schlaf-Wach-Rhythmus bedeutsam sein kann. Tageslichtlampen ersetzen jedoch nicht natürliches Sonnenlicht und auch nicht die körpereigene Vitamin-D-Bildung über die Haut.
Wann kommt Lichttherapie infrage und wann ist Vorsicht nötig?Lichttherapie kann erwogen werden, wenn saisonal geprägte depressive Beschwerden mit Antriebsmangel oder Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus eine Rolle spielen. Eine pauschale Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten. Vor der Anwendung wird geprüft, ob andere Behandlungsbausteine wichtiger sind. Besondere Vorsicht kann bei bestimmten Augenerkrankungen, erhöhter Lichtempfindlichkeit, einzelnen lichtsensibilisierenden Medikamenten sowie bei bipolarer Störung oder manischen beziehungsweise hypomanen Phasen nötig sein. Auch mögliche Beschwerden wie Augenreizungen, Kopfschmerzen, innere Unruhe oder Schlafprobleme werden berücksichtigt. Lichttherapie sollte deshalb ärztlich-therapeutisch abgestimmt werden.
Wie wird die Anwendung in der Schlossparkklinik begleitet?Wenn Lichttherapie Teil Ihres Behandlungsplans ist, besprechen wir mit Ihnen den Rahmen der Anwendung und ihre Rolle im therapeutischen Gesamtkonzept. Während der Behandlung achten wir auf Ihr Befinden, die Verträglichkeit und die therapeutische Zielsetzung. Bei Bedarf wird die Anwendung angepasst oder wieder beendet.

Lichttherapie im stationären Rahmen

Lichttherapie kann die stationäre Behandlung ergänzen. Ob und wie sie im individuellen Behandlungsplan eingesetzt wird, klärt das Behandlungsteam nach der Aufnahme. Vorab informieren wir über Aufenthalt, Aufnahmeweg und organisatorische Fragen.

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