Prozessorientierte Körpertherapie

Wahrnehmen, was der Körper zeigt

Prozessorientierte Körpertherapie ist ein ergänzender Baustein im stationären Behandlungskonzept der Schlossparkklinik Dirmstein. Sie bezieht das körperliche Erleben in den therapeutischen Prozess ein. Die psychotherapeutische und ärztliche Kernbehandlung ersetzt sie nicht.

Im Mittelpunkt steht kein festes Übungsprogramm. Entscheidend ist, was sich im Moment zeigt: zum Beispiel in Atmung, Haltung, Muskelspannung oder Bewegung. Diese Wahrnehmungen werden beschrieben, gemeinsam reflektiert und behutsam in den psychotherapeutischen Prozess eingeordnet.

Ihre persönlichen Grenzen, Ihre aktuelle Belastbarkeit und Ihr Einverständnis geben dabei den Rahmen vor. Es geht nicht um Leistung oder darum, eine Übung richtig auszuführen.

Fragen zur prozessorientierten Körpertherapie

Was bedeutet prozessorientiert?Die Therapie folgt keinem starren Ablauf. Ausgangspunkt ist, was Sie im jeweiligen Moment körperlich wahrnehmen. Gemeinsam betrachten Sie, wie diese Erfahrung mit Ihrem aktuellen Erleben und Ihren therapeutischen Themen zusammenhängen kann.
Worin unterscheidet sich der prozessorientierte vom ressourcenorientierten Schwerpunkt?Beide Schwerpunkte verstehen Körpertherapie als ergänzenden, individuell abgestimmten Baustein der Behandlung. Der Unterschied liegt vor allem im Ausgangspunkt: Prozessorientiert beginnt bei dem, was sich im Moment körperlich zeigt – etwa in Atmung, Haltung, Spannung oder Bewegung – und ordnet diese Wahrnehmung in den aktuellen therapeutischen Prozess ein. Ressourcenorientiert fragt stärker: Was gibt Halt, was ist bereits hilfreich oder stabilisierend? Die Schwerpunkte sind nicht starr voneinander getrennt und können sich im individuellen Behandlungsprozess ergänzen.
Was kann in einer Einheit geschehen?Sie können zum Beispiel Ihre Atmung, Haltung, Muskelspannung oder eine einfache Bewegung aufmerksam beobachten. Danach beschreiben Sie Ihre Wahrnehmung und ordnen sie gemeinsam im therapeutischen Rahmen ein. Welche Form der Körperarbeit zu Ihnen passt, richtet sich nach Ihrer Situation und Belastbarkeit.
Muss ich dafür fit oder beweglich sein?Nein. Prozessorientierte Körpertherapie ist kein Sportprogramm und keine Leistungsübung. Sie können eine Übung anpassen, pausieren oder ablehnen. Ihre Grenzen und Ihr Einverständnis geben den Rahmen vor.
Welche Rolle hat sie im Behandlungsplan?Prozessorientierte Körpertherapie ergänzt die psychotherapeutische und ärztliche Behandlung. Sie ist keine Physiotherapie und ersetzt keine psychotherapeutische Kernbehandlung. Ob sie Teil Ihres Behandlungsplans wird, hängt von Ihrer individuellen Situation und der therapeutischen Einschätzung ab.

Prozessorientierte Körpertherapie im stationären Rahmen

Ob prozessorientierte Körpertherapie Teil Ihres individuellen Behandlungsplans wird, bespricht das Behandlungsteam nach der Aufnahme mit Ihnen. Vorab informieren wir über den stationären Behandlungsrahmen und organisatorische Fragen zur Aufnahme.

Kontakt aufnehmen

Tippen Sie ein Wort, die Treffer erscheinen sofort. Esc schließt die Suche.