Agoraphobie
Agoraphobie wird oft mit „Platzangst“ gleichgesetzt. Das greift zu kurz. Gemeint ist die ausgeprägte Angst vor Situationen, in denen ein Entkommen schwierig erscheinen könnte oder Hilfe nicht schnell erreichbar wäre.
Das kann in Menschenmengen, Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf öffentlichen Plätzen spürbar werden. Auch das Verlassen des Hauses oder eine Reise ohne vertraute Begleitung kann starke Angst auslösen. Panikattacken können hinzukommen, müssen aber nicht.
Viele Betroffene meiden solche Situationen oder halten sie nur mit großer Anspannung aus. Kurzfristig kann das entlasten. Auf Dauer kann die Angst jedoch immer mehr Bereiche des Alltags bestimmen. Eine fachliche Diagnostik hilft, die Beschwerden einzuordnen und geeignete Behandlungsschritte zu planen.
Typische Situationen sind zum Beispiel:
Nicht jede betroffene Person fürchtet alle diese Situationen. Entscheidend ist das persönliche Muster aus Angst, Anspannung und Vermeidung.
Agoraphobie kann mit oder ohne Panikstörung auftreten. Klaustrophobie beschreibt eine enger umschriebene Angst vor engen oder geschlossenen Situationen.
Wenn bei Ihnen bereits eine Agoraphobie diagnostiziert wurde und eine stationäre Behandlung empfohlen ist, informieren wir Sie vertraulich über den Behandlungsrahmen der Schlossparkklinik Dirmstein, den Aufnahmeweg und benötigte Unterlagen.