Phobische Störungen
Phobische Störungen gehören zu den Angststörungen. Gemeint ist eine deutliche Angst vor klar benennbaren Situationen oder Objekten, die in der konkreten Situation meist nicht oder nicht in diesem Ausmaß gefährlich sind. Betroffene vermeiden diese Auslöser häufig oder halten sie nur mit starker Furcht aus; auch die Angst vor der nächsten möglichen Begegnung, die sogenannte Erwartungsangst, kann belastend sein.
Typisch ist, dass die Angst an bestimmte Auslöser gebunden ist: Orte, soziale Situationen, Tiere, Höhen, enge Räume oder medizinische Situationen wie Blut, Verletzungen oder ein Zahnarztbesuch. Dadurch kann der Alltag beeinträchtigt werden, weil Wege umgeplant, Begegnungen vermieden, Reisen aufgeschoben oder Termine nur mit großer innerer Vorbereitung wahrgenommen werden.
Internationale Klassifikationen wie ICD-10-GM und ICD-11 ordnen phobische Störungen den Angst- beziehungsweise furchtbezogenen Störungen zu. Sie unterscheiden unter anderem Agoraphobie, soziale Phobien und spezifische Phobien.
Agoraphobie betrifft häufig Situationen wie Menschenmengen, öffentliche Plätze oder das Alleinreisen – also Momente, in denen Entkommen oder Hilfe subjektiv schwer erreichbar erscheinen.
Bei sozialer Phobie steht die Angst im Vordergrund, von anderen kritisch betrachtet, bewertet oder bloßgestellt zu werden.
Spezifische Ängste, fachlich oft spezifische Phobien genannt, beziehen sich auf klar umrissene Auslöser wie Tiere, Höhe, Fliegen, enge Räume, Blut, Spritzen oder Zahnarztbesuche.
Wenn bei Ihnen bereits eine phobische Störung diagnostiziert wurde und eine stationäre Behandlung empfohlen ist, informieren wir Sie vertraulich über den Behandlungsrahmen der Schlossparkklinik Dirmstein, den Aufnahmeweg und benötigte Unterlagen.