Panikstörung
Bei einer Panikstörung treten wiederkehrende, meist unerwartete Panikattacken auf. Sie sind nicht zwingend an eine erkennbare Situation gebunden und können sich körperlich sehr intensiv zeigen: mit Herzklopfen, Brustenge, Atemnot, Schwindel, Zittern oder der Angst, die Kontrolle zu verlieren.
Eine einzelne Panikattacke bedeutet noch nicht automatisch eine Panikstörung. Entscheidend ist, ob solche Attacken wiederholt auftreten, ob danach anhaltende Sorge vor der nächsten Attacke entsteht und ob der Alltag dadurch eingeschränkt wird. Weil ähnliche Beschwerden auch körperliche Ursachen haben können, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Bei akut starker Brustenge, Atemnot, Ohnmacht, neurologischen Ausfällen oder dem Gefühl unmittelbarer körperlicher Gefahr wählen Sie bitte sofort den Notruf 112 oder wenden Sie sich an eine Notaufnahme.
Eine Panikattacke ist ein einzelnes Ereignis. Von einer Panikstörung spricht man, wenn schwere Angstattacken wiederholt und nicht auf eine bestimmte Situation begrenzt auftreten. Häufig kommt die Erwartungsangst hinzu – also die Sorge, dass es wieder passieren könnte.
Typisch sind unter anderem Herzklopfen, Brustschmerz oder Engegefühl, Atemnot, Erstickungsgefühl, Schwindel, Benommenheit, Schwitzen oder Zittern. Manche Menschen erleben Derealisation, bei der die Umgebung unwirklich erscheint, oder Depersonalisation, bei der man sich selbst fremd oder entfernt wahrnimmt.
Wenn Betroffene Orte oder Situationen meiden, aus denen ein Entkommen schwierig erscheint oder Hilfe schwer erreichbar wirkt, kann fachlich eine Agoraphobie hinzukommen. In der ICD-10-GM wird die Kombination als Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01) eingeordnet.
Panikstörung und Agoraphobie können eng miteinander verbunden sein. Mehr über Agoraphobie erfahren.
Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine zentrale evidenzbasierte Behandlung der Panikstörung. Sie setzt an der Bewertung von Körperempfindungen, Angstreaktionen und Vermeidungsverhalten an. Daraus folgt kein festes oder für alle gleiches Therapieprogramm.
Bei einer stärker ausgeprägten oder länger bestehenden Panikstörung können auch Medikamente infrage kommen. Das gilt insbesondere, wenn Psychotherapie nicht gewählt wird oder bisher keinen ausreichenden Nutzen gebracht hat. Die Entscheidung berücksichtigt Verlauf, Begleiterkrankungen, mögliche Risiken und persönliche Präferenzen.
Diese allgemeine Behandlungsorientierung ist von der stationären Aufnahme zu unterscheiden. Die Schlossparkklinik bietet keine ambulante Abklärung an. Ihre Verwaltung informiert bereits diagnostizierte und zugewiesene Patientinnen und Patienten über den stationären Rahmen.
Wenn bei Ihnen bereits eine Panikstörung diagnostiziert wurde und eine stationäre Behandlung empfohlen ist, informieren wir Sie vertraulich über den Behandlungsrahmen der Schlossparkklinik Dirmstein, den Aufnahmeweg und benötigte Unterlagen.