30. September 2020

ab 15:00 Uhr

IV. Dirmsteiner Symposium 2020

Psychiatrie im Spannungsfeld von Humanismus,

(wiederzuerlangendem) Hedonismus und Stimulationsverfahren

Nach dem „Corona-Lockdown“ und zumindest teilweise der Wiedererlangung einer normalisierten Lebensqualität können wir eine hochkarätige Präsenszveranstaltung anbieten, die in unserer Klinik bereits Tradition besitzt und auf die wir sehr stolz sind: unser alljährliches „Dirmsteiner Symposium“.

Es war und ist unsere Absicht, namhafte Referenten einzuladen, die in diesem Jahr insbesondere den Themenschwerpunkt der depressiven Störung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Dies führte auch zu der – zugegebenermaßen pointierten Übertitelung: „Psychiatrie im Spannungsfeld zwischen Humanismus, (wiederzuerlangendem) Hedonismus und Stimulationsverfahren.

Ihre Referenten

Dr. med. Johann Ev. Peter Schrettenbrunner

Chefarzt der Schlossparkklinik Dirmstein

Begrüßung und einleitende Worte

Ich als Ihr Gastgeber und „Hausherr“ freue mich auf Sie ganz persönlich: Lassen Sie uns gemeinsam zuhören, hoffentlich Interessantes und Neues erfahren, diskutieren, uns (erneut) kennenlernen und in den kulturhistorisch interessanten Räumen und Mauern des Schlosses verweilen!

15:30 – 15:40 Uhr

Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs

Karl-Jaspers-Professur für Philosophie und Psychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg

Chronopathologie der Überforderung. Zeitstrukturen und psychische Krankheit

Beschleunigungsprozesse, Arbeitsverdichtung und Komplexitätssteigerung sind die charakteristischen Herausforderungen der modernen, zunehmend digitalisier­­­­­­ten Arbeitswelt. Sie führen vielfach zu latenten oder manifesten Gefühlen der Überforderung, und schließlich zu Dekompensation, Burn-out oder Depression. Der Vortrag ordnet diese Phänomene in eine Untersuchung der Zeitstrukturen ein, die zu psychischer Krankheit führen können. Er untersucht die Chrono­pathologie der Überforderung unter epidemiologischer, phänomenologischer Sicht ebenso wie unter sozialphilosophischen Aspekten.

15:40 – 16:45 Uhr

PD Dr. Ulrich Palm

Chefarzt der Medical Park Klinik Chiemseeblick

Transkranielle Gleichstromstimulation bei Depression

Die transkranielle Gleichstromstimulation (transcranial Direct Current Stimulation, tDCS) ist ein seit 20 Jahren beforschtes Verfahren zur nicht-invasiven Neuromodulation. Hierbei werden vordere Hirnanteile (präfrontaler Kortex) durch wiederholtes Anlegen eines schwachen Stromfeldes in ihrer Aktivität verändert. Mittlerweile liegt eine große Zahl an Studien vor, die eine Wirksamkeit des Verfahrens bei depressiven Erkrankungen nachweisen, indem die Unterfunktion des präfrontalen Kortex verbessert wird. Das nebenwirkungsarme Verfahren kann mit Psychopharmaka und Psychotherapie kombiniert werden, um eine zusätzliche Wirksamkeit durch Aktivierung unterschiedlicher neuronaler Netzwerke zu erreichen. Insbesondere bei Schwangerschaft, Unverträglichkeiten oder schweren internistischen Erkrankungen bietet die tDCS Vorteile gegenüber einer Medikamentenbehandlung. Mobilitätseingeschränkte Patienten können mittels supervidiertem Home Treatment behandelt werden.

17:00 – 18:05 Uhr

Prof. Dr. Michael Berner

Ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikum Karlsruhe gGmbH

Stress, ‚Burn out‘ und Depression in Zeiten von Corona:
gesellschaftliche und persönliche Auswirkungen der Krise

Burnout und Depression sind schon lange als stress-assoziierte Phänomene bekannt. Mit der Corona-Pandemie betrifft nun ein Phänomen die Patienten, aber noch vielmehr Behandler und Behandlungssysteme, das alle Kriterien erfüllt, die für eine schwere Stressreaktion gelten. Einerseits behandeln Ärzte und Psychotherapeuten Patienten, die sich Sorgen über eine mögliche Erkrankung machen oder jemanden kennen, der erkrankt ist oder gar selber erkrankt sind. Von diesem Erleben sind wir als Behandler natürlich auch nicht frei. Und auch Mechanismen unserer Gesellschaft haben sich aufgrund einer tatsächlichen oder vermuteten Bedrohung deutlich geändert. Dies ist ein neues Stressphänomen, das diese global noch nicht dagewesene Situation allen abverlangt.

Deshalb soll dieser Vortrag neben der Betrachtung des allgemeinen Stressparadigmas und den Überlegungen zu Burnout als Diagnose im Allgemeinen auch zu Fragen inspirieren, inwieweit wir in diesen besonderen Zeiten gut mit uns und unseren Patienten umgehen können.

18:20 – 19:25 Uhr

Anmeldung

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Die Ärztekammer Rheinland-Pfalz hat diese Veranstaltung mit 4 Fortbildungspunkten zertifiziert.

 

Das Symposium startet ab 15:00 Uhr.

 

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